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13 Einträge
Sven Böttcher aka Sven van der Maer schrieb am 14/07/2026
Lieber Jörn, Du gehörst zu den wenigen Menschen die ich bedauere nicht früher kennen gelernt zu haben. Wir sind einander erst vor gut 10 Jahren begegnet. Du wurdest mir von Pedi vorgestellt, da sie wusste, dass ich ein Impro-Programm machen wollte. Und es hat sofort funktioniert. Ohne große Absprachen haben wir uns in ein Konzert geschmissen und mit reiner Impro Begeisterungsstürme hervorgerufen. Dir verdanke ich, dass ich mich bis heute immer wieder traue dieses Wagnis einzugehen. Wir liebten beide das unverfälschte unmittelbare Echte und durften das auf vielen Konzerten mit dem Session Circus gemeinsam erleben. Du hattest ein Wahnsinnsgespür für den Moment und was es brauchte einen Höhepunkt zu schaffen. Eine solche Musikalität ist nicht jedem gegeben und Du hast sie genutzt um zu verbinden. Zwar konntest Du auch schonmal jemanden etwas ruppig von der Bühne bitten, der diesem Anspruch nicht gerecht wurde, aber das tat Dir hinterher meist ein wenig leid. Es ging aber nie gegen eine Person, sondern immer um die Musik. Mit deiner konsequenten, begeisternden Art hast Du mich immer mitgerissen. Als für uns Musiker*innen das große C eine Zeit der Depression anstimmte, warst Du sofort dabei, als ich fragte, ob wir gemeinsam eine Show streamen wollen. Das war die Geburtsstunde von White Cube TV. Dieses Format wäre nichts ohne Deine sexy Stimme aus dem Off und deine Trommeleinlagen gewesen. Voller Dankbarkeit schaue ich auf viele gemeinsame Momente sinnvollen Lebens zurück. Tief im Innern weiß ich, dass wir uns wiedersehen! Sven
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Sarah Schüddekopf schrieb am 01/07/2026
Eigentlich weiß ich gar nicht viel über dich und doch so viel, wenn du auf der Bühne am Schlagzeug saßest oder in den Sessions orchestriert hast, immer mit dem feinen Sinn für den Moment im Ganzen oder dem Ganzen im Moment. Und das warst du so sehr. Ganz da, im Moment, Mal wild , Mal hörend und wertschätzend, um einzuladen oder mitzufahren. Und so lernte ich dich auch im White Cube kennen, bei der impro mit Malerei und Tanz. Und die Momente im Cube bleiben, wie auch die auf der bühne , zusammen spielend, begleitend, fordernd und unterstützend, mit überraschungen hier und da, die so lebendig sind. Memories stay, die Berührungen in der Musik auch. So wie das Moin Moin vom Hamburg journal zum 10 jährigen. Und ich sage danke, verneigen mich und spüre die Momente. Sarah
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Almut Staeglich schrieb am 23/06/2026
Lieber Jörn, du hast so wunderbare Spuren in Klaus' und meinem Leben hinterlassen, für die ich dir immer dankbar sein werde! Vor über 30 Jahren hast du in meinem ersten Studio die Schallisolierung eingebaut - und mich damit gerettet, denn ohne deine Hilfe hätte ich dort gar nicht weiterarbeiten können. Nicht zu vergessen 2005 die große Nummer in unserer Wohnung, sowohl die Maurerarbeiten als auch die traumhaften Einbauten - an denen ich mich immer noch erfreue! Ich fand immer, dass du ein Genie bist. Mit nicht nur genialen Ideen, sondern auch mit der riesigen Energie, das alles bis zum letzten I-Tüpfelchen in die Tat umzusetzen. Und so absolut verlässlich! Als Klaus vor Jahren so krank war, warst du zur Stelle. Das hat auch mir wahnsinnig geholfen! Deine Jamjams waren bewunderungswürdig. Wie toll hast du Leute zusammengebracht. Auch ich habe mich 1-2x getraut, mich öffentlich mit Jazz auszuprobieren. Zur 50. Session hast du organisiert, dass die Veranstaltung mit mehreren Kameras gefilmt wurde. Klaus und ich haben uns das Video kürzlich angesehen - so großartige Leute, wow!!! Ach, ich kann gar nicht alles aufzählen, was du Tolles auf die Beine gestellt hast. Ich bin so froh, dass ich dich gekannt habe. Danke, lieber Jörn! ❤️
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Chris Meyer schrieb am 21/06/2026
Joern mochte es gerne mit Volldampf. Ich glaube wir sind uns zuerst Ende der 1980er Jahre begegnet und haben eine lange Zeit in St.Georg unsere jazzigen Wurzeln entwickelt und verfeinert. Joern war immer voller Tatendrang und Ideen. Immer mit klaren Zielen im Kopf und mit Willen und Kraft zum Umsetzen. Man konnte sich auch trefflich mit ihm zoffen. Ich hab ihn dabei aber nie nachtragend erlebt. Ich denke an Musik mit Gefühl, Empathie, Energie und berührenden Momenten. Er hat durch seine Art und seine Arbeit Räume gestaltet (und damit meine ich nicht nur die physichen Räume), in denen berührende und freie Kunst entstehen konnte. Er konnte Menschen zusammenbringen und begeistern. Und immer Freigeist, nie angepasst, immer geraderaus... Meine besonderen Erinnerungen an und mit Joern: Legendäres Stuhlschlagzeug - Red Room Sessions - Meyer Möller Schulz & Co - ada-vLEX, eine dadaistische Revue - Last Wednesday Stage in der Motte - jazz im foyer (Lola Cafe Bar) - MOON-TRAIN - die legendären Sessions im Hinterhofkeller in St. Georg und später in ganz Hamburg - performance26 - White Cube. Lieber Joern, Du hast einen ordentlichen Fußabdruck hinterlassen und einen warmen Platz in meinem Herzen. Deine Energie schwirrt noch immer durch die Räume. Danke dass Du da warst!
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Ines Schulze schrieb am 15/06/2026
Lieber Jörn, Bin ich froh und dankbar, daß ich Anfang der 2000 den Tipp für Deine Jamjam Session in der Bremer Reihe bekommen habe und im White Cube ebenfalls musikalisch zu Gast sein konnte. Vielen Dank Dir für den künstlerischen Raum, den Du immer wieder unermüdlich erschaffen und so viele Menschen verbunden hast. Dein Wirken war so wertvoll, war und ist und bleibt eine Inspiration! Ines aka Kijoka Junica
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Alice Lehmann schrieb am 14/06/2026
011011 – 060626 333 Mein lieber, lieber Joern, ich danke dir für 15 wundervolle Jahre an deiner Seite. Als ich dich am 01.10.11 mit den X-Agenten kennenlernte, wusste ich nicht, was mich alles erwartet. Nach der Frage einer Freundin bei dem Konzert, ob mir denn niemand dort gefiele, habe ich dich ausgesucht, denn du gingst gerade an mir vorbei und hast mich angelächelt. Ihre Antwort: „Der? Oh Alice, der Wildeste von allen“. Eine turbulente, wilde, romantische und gemeinsame Zeit schweißte uns zusammen mit allen Höhen und Tiefen. Ich war so verliebt in dich und habe dich bis zum Ende geliebt mit all deinen Ecken, Kanten und deiner Energie. Du warst mein Geliebter und mein bester Freund. Dein Tempo konnte ich manchmal nicht halten, deinen Raum manchmal nicht füllen. Wir haben die Tage am Meer, an den Seen und in den Bergen genossen und hatten noch so viel vor. Wir haben uns teils im Alltag verloren, aber nie aus den Augen und niemals aus dem Herzen. Du warst die Nacht und ich der Tag, zusammen waren wir ein Ganzes. Du wilder Kerl, du warst mein Ein und ich dein Alice. Der WhiteCube war jedes Mal deine Herausforderung und deine Aktionen am Schlagzeug sind mir unvergesslich. Deinen Objekten, den Formen, Farben und Multiplexplatten galt deine unbändige Leidenschaft. Was hast du alles geschaffen und wie oft hast du auch mich mit einem Regal oder einer Lampe überrascht und begeistert. Du hast in Linus und Max deine Familie gefunden und warst Max ein rührender Opa-Joern. Deine Freunde, mein Sohn und Christiane haben uns beide nun durch deine schwerste Zeit getragen, wofür ich so dankbar bin. Menschen, die mir auch jetzt noch zur Seite stehen. Ich hielt deine Hand und musste dich doch gehen lassen. Du fehlst mir. Du fehlst mir so sehr, mein Joern. Deine Alice
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Helge von Giese schrieb am 13/06/2026
Obwohl ich joern in den letzten Jahren aus den Augen verloren habe, schmerzt mich sein Tod. Ich kann es nicht glauben. Denn joern hatte etwas Unsterbliches an sich. 2009 muss das gewesen sein: Ohne ihn zu kennen, lud ich ihn – eine gemeinsame Freundin hatte den Kontakt hergestellt - nach Zermatt in die Schweizer Alpen ein. Er suchte jemanden für die Texte seines Ausstellungskatalogs. Ich hatte damals genug von meinem Job im Matterhorn-Disneyland. joern, sein missionarischer Eifer um sein Kunstprojekt und die Art, wie er den Alpen-Trip aufgesogen hat, waren fantastisch. Wir trafen uns in den kommenden Jahren immer wieder: Zermatt, Zürich, Berlin, Hamburg. Wenn ich über joern nachdenke, dann lerne ich viel über das Geben und Nehmen. In joerns Energiefeld zu treten, war der Wahnsinn. Aber ich konnte auch gefährlich sein: 2011 überredete ich ihn, den dann doch schon Ü50, Allround-Volonteer am Zermatt Unplugged zu werden. Das war auf eine Art unter seiner Würde. Ich wusste aber genug über joern, um mir vorstellen zu können, was daraus entstehen könnte. Am 11. April 2011 entstieg dem Zug am Zermatter Bahnhof der Allrounder joern moeller - in einem grauen Seidenanzug, einen Rollkoffer hinter sich herziehend. Er musste auf der Bahnhofstrasse bereits das erste Autogramm geben, weil man ihn für einen Rockstar hielt – vermutlich den jung gebliebenen Roger Hodgsen (mit dem joern später auch ins Gespräch kam). Diese Woche mit joern war unglaublich. Nach sieben Tagen Festival-Schufterei, Spezialeinsätzen und persönlichen Dramen ergattert er ein Bergbahnticket auf den Gornergrat und rotzt auf 3100 Höhenmeter in ein paar Stunden ein ganzes Buch hin: «Der Allrounder – 8 days a week». joern moeller, Supertramp: Ich bin dankbar, dass ich ein wenig in dein Leben verstrickt war.
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Annette Kutz schrieb am 13/06/2026
Lieber Jörni, als ich 1988 nach Hamburg kam, warst du mit Difi und Holger auf Renovierungstour durch diverse Haushalte unterwegs, und so bist du einer meiner ersten Bekanntschaften und sehr schnell auch guten Freunde geworden. Ich war begeistert von deiner Wohnung in der Bremer Reihe und ein glühender Fan von Famad Veranda, selbst auf unseren Partys hast du dein Schlagzeug auf meinem Bett aufgebaut und für den guten Groove gesorgt. Dein Talent, Leute um dich zu versammeln, dafür zu begeistern, gemeinsam Musik zu machen war phänomenal und gipfelte schließlich im schönsten Jazzclub Hamburgs. Wir haben dir sooo viel zu verdanken und wir werden dich schmerzlich vermissen. Ich danke dir auch ganz besonders, dass du mich angerufen und zu deiner Abschiedsparty eingeladen hast, und ich bin unendlich froh, meinen Urlaub aufgeschoben zu haben, um mich von dir verabschieden zu können. Das war wirklich eine tolle Party und sie passte so gut zu dir!
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Klaus Falkenberg schrieb am 12/06/2026
Jörn habe ich Anfang der 90er kennengelernt, als ich nach Bergedorf gezogen bin. Er war der erste, der „In Keuschheit und Demut“ geheiratet hat und Jutta heißt immer noch Möller, obwohl sie schon lange nicht mehr verheiratet sind.. Er hatte Ärger mit der Hausbesetzerszene im Flop, denen Jörns Galerie Schwellenangst zu dekadent war. Hausbesetzer war er schon 1973. Aber Kunst gehörte für ihn dazu.Ich habe dann für den „Provinzschrei“!seine Lebensgeschichte aufgeschrieben, fünf Seiten lang. „Trommeln für alle Sitzengebliebenen“ war damals sein Motto. Und „politische Regale“ hat er gebaut. Seitdem hat er so viele neue Sachen in Bewegung gesetzt, das für das alte gar kein Platz mehr in den Nachrufen war. Immer ungewöhnlich, immer elegant. Im „White Cube“ war es mir meistens zu eng, jetzt fehlt es mir, richtig schräges Zeug zu hören und ihn begeistert am Tresen stehen zu sehen….. Klaus
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Frank Schmäschke schrieb am 12/06/2026
Als ich Jörn kennenlernte, waren wir uns ehrlich gesagt nicht besonders grün. Wir haben uns gerieben, waren nicht immer einer Meinung und mussten wohl beide erst lernen, den anderen zu verstehen. Umso mehr bin ich heute dankbar, dass wir uns in den letzten Jahren nähergekommen sind und eine gegenseitige Wertschätzung entstanden ist, die mir viel bedeutet. Jörn war kein einfacher Mensch – und genau das machte ihn so besonders. Seine Charakterstärke war mitunter gewöhnungsbedürftig, sein Eigensinn legendär. Er passte sich nicht an, sagte, was er dachte, und blieb sich selbst treu, auch wenn das unbequem war. Das konnte herausfordern, manchmal nerven, oft beeindrucken – aber es war immer authentisch. Sein Schaffen und Wirken waren in ihrer Art wirklich einmalig. Jörn war ein echtes Unikum, einer jener seltenen Menschen, die man nicht ersetzen und nicht kopieren kann. Er hinterlässt nicht nur Werke und Erinnerungen, sondern auch Spuren in den Menschen, die ihm begegnet sind. Ich bin froh, dass wir die Zeit hatten, uns lieben und schätzen zu lernen. Heute bleibt vor allem die Erinnerung an einen außergewöhnlichen, unverwechselbaren Menschen, der die Welt auf seine ganz eigene Weise bereichert hat. Mach's gut, Jörn.
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Klaus Roemer schrieb am 12/06/2026
Danke, Jörn, für die Zusammenarbeit in vielen künstlerischen Projekten, die ich mit dir machen konnte - du warst einer meiner engsten und treuesten Weggefährten: unzählige Sessions und Performances, unser dada-projekt, unsere Jazz-Combo meyer-möller-schulz & co mit der legendären monatlichen musikalischen Talkshow in Altona, natürlich die heißen ‚jamjam‘-Sessions in deinem selbst gestalteten Clubraum in St. Georg, dem Vorläufer von ‚white cube’ und vieles andere. Darüber sind wir Freunde geworden. So viel Energie, Wille, Tatkraft für Aufgaben, für die du branntest, (mit großem ästhetischem Sinn, um ihnen eine gültige Form zu geben) und für Menschen, die du liebtest! Merci, mein Lieber!
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Klaus Roemer schrieb am 11/06/2026
Jörn ließ im Leben nichts aus und er ließ im Umgang mit anderen nichts anbrennen! Selbst in Zeiten von Krankheit und dadurch bedingter Abhängigkeit gestattete er sich, über die Welt, sogar über seine HelferInnen herzuziehen. Seine Operation gerade überstanden, fing er in seinem Krankenbett auch schon an zu meckern - „Klares Lebenszeichen‘“, so die lakonische Bemerkung seiner Lebenspartnerin. Kritik als Zeichen von Lebendigkeit und Unbeugsamkeit dem Schicksal gegenüber. Selbstbehauptung und Widerständigkeit gegen Anpassung und Falschheit waren Teil seiner Persönlichkeits-DNA.
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bruna luna schrieb am 11/06/2026
Es ist mir ein Anliegen, das künstlerische Schaffen von Joern in Erinnerung zu bewahren. Er war ein großer, kreativer Geist - und auch wenn unsere Zusammenarbeit manchmal ein wenig ... nun ja explosiv war, ich habe es geliebt, diesen Bereich mit ihm zu teilen - und ich habe ihm viel zu verdanken. Der große Bogen unseres gemeinsamen kreativen Schaffens (35 Jahre !) sollte im Januar diesen Jahres mit einem Kurzfilm fortgesetzt werden. Daraus wurde leider nichts mehr. Es war eine tolle Zeit mit Dir, Joern. Ich werde die Erinnerung an Dich in meinen Tänzen weitertragen. bruna luna
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